Deutschlands beste Golfer

Bernhard Langer
Jedes Kind kennt Tiger Woods. Der Name ist beinahe so bekannt wie der von Muhammad Ali. Wohl auch wegen der Schlagzeilen, für die der US-Amerikaner abseits des Platzes sorgte. Dabei steht außer Frage, dass Tiger Woods wahrscheinlich das für den Golfsport ist, was Muhammad Ali für das Boxen ist – schlichtweg der Größte seiner Zunft. Doch auch Deutschland hat seine Ausnahmegolfer, wenngleich Bernhard Langer der einzige deutsche Golfer ist, der in die Riege der Hall of Fame aufgenommen wurde. Zeit, sich einen Überblick über die besten deutschen Golfer aller Zeiten zu machen.

Den Anfang macht, natürlich, Bernhard Langer. Geboren ist Langer in Anhausen in der Nähe von Augsburg in genau jenem Jahr, in dem auch fünf andere spätere europäische Golflegenden das Licht der Welt erblickten. 1957 wurden Seve Ballesteros, Sandy Lyle, Ian Woosnam und Nick Faldo geboren. Sie alle eint, dass sie Europa im Ryder Cup konkurrenzfähig machten und zudem mindestens ein Major gewinnen konnten. Langer gelang dieses Kunststück gleich zweimal, 1985 und 1993 bei den US Masters. Im darauffolgenden Jahr war Langer die erste Nummer eins der neu eingeführten Golfweltrangliste. Doch langer war zeitweise nicht nur der beste Golfprofi der Welt, er ist auch der beste Senioren-Golfer aller Zeiten. Mit seinen Majorsiegen acht und neun auf der Champion Tour hat Langer in diesem Jahr den Jack Nicklaus in puncto meiste Majors übertrumpft. Schluss ist für Langer trotz all der Rekorde aber noch immer nicht. Einen Rekord gilt es schließlich noch zu knacken. Hale Irwin hat auf der Champion Tour 45 Siege eingefahren. Langer kommt bislang auf 32 Titel.

Studiert man die Vita von Bernhard Langer, kommt man auch an Marcel Siem nicht vorbei. An dessen Seite gelang Langer 2006 der Gewinn der inoffiziellen Mannschaftsweltmeisterschaft. Bereits 16 Jahre zuvor hatte Langer diesen Titel an der Seite von Torsten Giedeon geholt. Siems größter Karriereerfolg aber war der sieg bei den Open de France 2012. Im darauffolgenden Jahr holte er sich die Trophee Hassan II im marokkanischen Agadir. Fünf Siege konnte Siem bisher auf der European Tour, auf der er nach wie vor aktiv ist, einfahren.

Ebenfalls noch aktiv auf der European Tour, wenn auch nach einigen schwächeren Saisons nur mehr mit einer eingeschränkten Spielberechtigung, ist Sven Strüver. Er begann 1990 seine Profikarriere und stieg 1992 in die European Tour ein, wo er drei Siege feiern konnte. Beim World Cup vertrat er sein Land insgesamt sieben Mal.
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Nach Langer stand mit Martin Kaymer 2011 seit langem wieder ein Deutscher an der Spitze der Weltrangliste. Mit 26 Jahren war er der bisher zweijüngste Weltranglistenerste. Wie auch Langer konnte Kaymer zwei Majors gewinnen, 2010 die PGA Championship, 2014 die US Open. Insgesamt acht Wochen war Kaymer die Nummer eins der Welt, dann aber kam der schleichende Absturz. Führte vor allem im Jahr 2014 kein Weg vorbei an dem mittlerweile 32-Jährigen aus Mettmann, zählt Kaymer bei Sportwetten zu den großen Turnieren im kommenden Jahr nicht mehr zum Kreis der Favoriten. Den letzten deutschen Turniersieg auf der PGA-Tour holt aber dennoch ein anderer.

Alexander Cejka gewann 2015 die Puerto Rico Open und das obwohl er nach einigen Jahren Abstinenz erst im gleichen Jahr die Spielberechtigung für die Tour erlangte. Cejka ist nach wie vor auf der PGA-Tour aktiv und wird auf rang 193 geführt. Martin Kaymer ist mit einem 74 Platz der einzig deutsche Golfer in den Top-100.

Bilder: Bernhard Langer: Flickr
Martin Kaymar: Flickr

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